NIOBPENTOXID (Nb2O5) - Optimierte optische Komponenten

Niobpentoxid (Nb2O5) erhöht den Brechungsindex von optischen Gläsern und die Kapazität von keramischen Vielschichtkondensatoren (Multi-layered Ceramic Capacitors - MLCCs). Im Gegensatz zu Bleioxid ist Niobpentoxid gesundheitlich unbedenklich.

Wird Niobpentoxid bei der Herstellung optischer Linsen dem Glas zugefügt, entstehen leichtere und dünnere Brillengläser, die sich durch eine erhöhte Widerstandsfähigkeit auszeichnen.

Niobpentoxid
Ebenso sorgt Niobpentoxid in Wechselobjektiven digitaler Spiegelreflexkameras und spiegellosen Systemkameras für verbesserte Leistung bei reduziertem Gewicht. Aspherische Linsen mit der Zugabe von Niobpentoxid ermöglichen die Reduzierung der Linsenanzahl in optischen Elementen für leichtere, kleinere Bauteile.

Bei der Produktion von keramischen Vielschichtkondensatoren (MLCCs) bewirkt Niobpentoxid als Dotierungsmittel u.a. eine Erhöhung der Curie-Temperatur des Trägersubstrats Bariumtitanat und ermöglicht damit eine bestmögliche Temperaturstabilität zur Optimierung der Kapazität.

Beste Kristalleigenschaften und ergiebige Herstellung

Als Substrat für Oberflächenwellenfilter, sogenannte SAW-Filter, finden sich Lithiumniobate in mobilen Endgeräten wie Smartphones, Tablet PCs, Ultrabooks, GPS-Anwendungen und Smart Metern. Diese niobhaltigen Radiofrequenz-Filter sorgen für eine präzise Frequenzkontrolle, optimierte Selektivität sowie Reduktion der Verzerrung.

Niobpentoxid verbessert als Dotierungsmittel die piezoelektrische Leistungsfähigkeit von PZT. In der Automobilindustrie ermöglicht die Hochdruck-Dieselinjektion dank elektronisch kontrollierter Piezoaktoren größere Effizienz aufgrund kürzerer Reaktionszeiten. H.C. Starck liefert eine Vielzahl an Verbindungen, die als Zusatz für das derzeit hauptsächlich verwendete Bleizirkontitanat (PZT) benötigt werden (u.a. Niobate, Oxalate).

Bei all diesen Anwendungen gewährleistet die hohe chemische Reinheit der Niobpentoxide von H.C. Starck beste Performance. Neben der regulären Partikelmorphologie bietet H.C. Starck auch sphärische Niobpentoxide an. Diese ermöglichen durch ihre gute Fließfähigkeit und hohe Schüttdichte weitere Anwendungen als Spritzpulver.

Dank intensiver Kundenkooperationen optimieren wir die Produkteigenschaften im Hinblick auf die sich ständig verändernden Anforderungen der spezifischen Anwendungen. Unsere Anwendungstechniker verfügen über ein hervorragendes Materialwissen, detaillierte Prozesskenntnis sowie langjährige Expertise in vielen innovativen Markt-, Anwendungs- und Technologiefeldern. Sie werden unterstützt durch die akkreditierte Analytik im Hause H.C. Starck, welche für eine spezifikationsgerechte Produktion sorgt.

H.C. Starck verarbeitet ausschließlich Rohstoffe aus ethisch unbedenklichen und konfliktfreien Quellen. Dies gilt auch für die Niobbeschaffung und -verarbeitung. Wir erwerben ausschließlich Rohstoffe, die den Vorgaben der OECD entsprechen („Due Diligence Guidelines for Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas“). Mit Hilfe des Recyclings sichern wir sowohl unsere Rohstoffversorgung als auch unsere Unabhängigkeit von Liefer- und Preisschwankungen. Wir sind in der Lage, Niob aus nahezu allen Schrotten mit einem Niobgehalt von 1 bis 99% wiederzugewinnen. Dank unseres „Closed-Loop-Angebots“ nehmen wir recyclebare niobhaltige Altprodukte unserer Kunden entgegen und verwerten sie erneut zu hochleistungsfähigen Niobprodukten.

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