AREBAM: Schwarzmasserecycling – neu gedacht

Wie lassen sich kritische Batterierohstoffe effizient und nachhaltig zurückgewinnen? Unsere Antwort: AREBAM – ein neu entwickeltes Verfahren, das beispielhaft zeigt, wie technologische Innovation bei H.C. Starck Tungsten aussieht.

AREBAM („Adaptive process for the REcycling of economically strategic BAttery Materials*) steht für einen innovativen Ansatz im Umgang mit sogenannter Schwarzmasse – dem aktiven Material aus gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien.

Mit diesem Verfahren, für das mehrere Patente angemeldet wurde, tragen wir aktiv zur Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft für Batterien bei. Nicht umsonst fördern das Bundeswirtschaftsministerium und das Land Niedersachsen die Realisierung mit rund 60 Millionen Euro.

Drei technologische Neuerungen machen AREBAM besonders leistungsfähig:

  • „Lithium-First“-Ansatz: Lithium wird gezielt in einem frühen Prozessschritt extrahiert. Das erhöht die Rückgewinnungsrate auf bis zu 95 % und reduziert den Bedarf an Soda erheblich.
  • Kolonnentechnologie: Anstelle herkömmlicher Mixer-Settler kommt ein eigens entwickeltes Kolonnensystem zum Einsatz. Es senkt den Energiebedarf um rund 80 % und steigert die Raum-Zeit-Ausbeute um den Faktor fünf.
  • Geschlossene Stoffkreisläufe: Prozesschemikalien wie Schwefelsäure und Natronlauge werden intern zurückgeführt – der Verbrauch an Frischchemikalien sinkt dadurch deutlich (bis zu 90 % bei Basen, 50 % bei Säuren).

Das Ergebnis: Ein industriell skalierbarer Prozess mit hohen Ausbeuten bei Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan – und bis zu 90 % weniger CO₂-Emissionen im Vergleich zur Primärgewinnung dieser Rohstoffe.

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